Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern

 

 

Ditterswind mit Marbach, Gresselgrund

und Ueschersdorf

 

 

Evang.-Luth. Pfarramt Ditterswind - Gartenstraße 21 - 96126 Maroldsweisach

Neue Taufschale wird im Festgottesdienst geweiht

Ostersonntag 2015

Der Festgottesdienst am Ostersonntag erhielt durch die Weihe der neuen Taufschale einen ganz besonderen Akzent. Die Anschaffung des Beckens war nötig geworden, weil das bisherige durch vorsätzliche Verunreinigung nicht mehr in Gebrauch genommen werden konnte. Pfarrer Wolfgang Scheidel drückte es mit den Worten aus: „Letztes Jahr ist ihr etwas passiert, was nicht hätte passieren dürfen.“

Über 250 Jahre hat dieses Taufbecken seinen Dienst treu erfüllt, und unzählige Säuglinge wurden hier getauft.

Er warf zunächst einen Blick in die Geschichte von Taufstein, Deckel und Schale, wobei letztere über 250 Jahre lang treu ihren Dienst an den Jüngsten in dieser Gemeinde versehen hat. In diesem Ostersonntagsgottesdienst wurde sie nun von ihrer Aufgabe entbunden und sozusagen „in den wohlverdienten Ruhestand geschickt“; ihr neuer Platz ist von nun an im Archiv des Pfarramts.

Danach stellte der Geistliche den anwesenden Gemeindegliedern die neue Taufschale vor, die nun – in mühevoller Kleinarbeit aus glänzendem Zinn gefertigt – die Nachfolge antritt und würdevoll geweiht wurde. Form und Gestalt des neuen Beckens weisen kaum Unterschiede zu dem bisherigen auf, was der Handwerkskunst von Zinngießern und Orgelbauern (!) zu verdanken ist, die gemeinsam die Aufgabe der Herstellung nicht scheuten und ein Werkstück von hoher Qualität fertigten.

Im Rahmen des Osterfestgottesdienstes stellte Pfarrer Wolfgang Scheidel den Gemeindegliedern die neue Taufschale vor und setzte sie in den Taufstein ein, ehe er sie mit kirchlichem Segen ihrer Bestimmung übergab.

Nach der feierlichen Segnung der Taufschale ermunterte Pfarrer Scheidel die Gemeindeglieder mit den Worten: „Jetzt allerdings seid ihr gefragt, denn was nützt eine Taufschale, wenn es keine Täuflinge gibt?“ Bleibt zu hoffen, dass dieser Wunsch doch recht bald in Erfüllung geht ...

Jens Fertinger

Nur geringfügige Änderungen sind gegenüber der bisherigen Taufschale zu erkennen – ein Ergebnis hoher handwerklicher Kunst, geschaffen vom Eichstätter Zinngießermeister Eisenhart.